Zur Veröffentlichung meines Blogs
Ich bin online. Und damit beginnt der Teil, den man vorher nicht planen kann: Was passiert jetzt? Zwischen Perfektionismus, Unsicherheit und einer steilen Lernkurve habe ich meine Website endlich veröffentlicht. Vier Lektionen habe ich dabei gelernt. Welche das sind, erfährst du hier.
Lesezeit: 4 Minuten

Inhaltsverzeichnis
Ich bin online.
Was für ein Satz, was für eine Tatsache. Das Internet mag in vielerlei Hinsicht ein ziemliches Molloch sein, aber das es einem lernen kann, wie man eine Website baut, umsetzt, optimiert und veröffentlicht, das rechne ich ihm hoch an. Zumindest jetzt noch, denn wer weiß schon wohin das hier alles führt?
Seis drum. Auf jeden Fall habe ich einiges gelernt, was mir schon jetzt niemand mehr nehmen kann. Und ich lass dich dran teilhaben, hör mal zu.
Lektion 1: Man muss sich auch ein bisschen quälen
Das Projekt hier startete mit schönen Dingen. Die Idee an sich war das erste. Das einlesen und lernen das Zweite. Was weniger Spaß gemacht hat, waren die eigenen Hürden, die ich überwinden musste. Auf Bestellknöpfe klicken, ausrechnen, was das alles kostet, im Backend nach Informationen graben. Mich in ein CMS einarbeiten. Lost sein, ziemlich oft sogar. YouTube durchforsten, kleine Erfolge feiern und am Ende sehen, dass der kleine Erfolg im Gegensatz zu allem, was noch zu tun war, einem Tropfen auf dem heißen Stein glich. Ohne Fleiß kein Preis sagt man ja immer und in dieser Hinsicht kann ich das nur unterschreiben. Ganz ehrlich: Das meiste, das ich hier beschreibe, hat mir überhaupt keinen Spaß gemacht. Ich hab mir die meiste Zeit jemanden gewünscht, der mir unter die Arme greift und dem ich alle meine Fragen stellen kann. Tja, zumindest beantworten kann ich sie mir nun alleine. Zumindest die meisten. Und ich den Rest werde ich mich wohl oder übel weiter einarbeiten müssen.
Lektion 2: Immer dieser Pefektionismus
Ich will ehrlich sein: Ich hätte schon längst live gehen können. Vermutlich schon letztes Jahr. Bin ich aber nicht. Weil ich permanent Dinge gesehen habe, die ich noch verbessern wollte. Mehr Beiträge, mehrere Landingpages, hier noch ein Menü, da noch ein Artikel. Dann haben mir die Inhalte nicht gefallen. Und so weiter und so weiter. Das Leben kam auch noch dazwischen, klar. Aber vor allem mein eigener Perfektionismus hat mich ungemein aufgehalten.
Irgendwann habe ich sehr viele Seiten deaktiviert, die Verlinkungen aufgelöst und entschieden, mit den absoluten Basics live zu gehen. Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut und letztlich ist das hier ein Projekt und so darf es auch aussehen. Erinnert mich dran, sollte ich es wieder vergessen.
Lektion 3: Die Unsicherheit
Ich bin unsicher. Sehr sogar. Und das kann ich auch beweisen:
Was, wenn niemand meine Website findet? Und was wenn doch? Was, wenn ich schlechte Bewertungen und unfreundliche Mails bekomme? Was, wenn ich in der Versenkung verschwinde? Was, wenn irgendwas in der Mitte von beiden Szenarien passiert? Was ist, wenn ich ausversehen Unsinn veröffentliche und Ärger bekomme? Oder mir sonst irgendein Fehler passiert.
Unangenehm, oder? Ich finde es selbst schade, dass ein Hobby so viel an Gewicht gewinnt, obwohl es ja einfach für den Spaß an der Freud gedacht ist. Und wo um Himmels Willen kommt eigentlich schon wieder dieser Leistungsdruck her?! Alles Unsinn und ein guter Zeitpunkt, um festzuhalten, dass es passieren kann, dass ich Quatsch schreibe und die Welt davon nicht untergeht. Es kann auch passieren, dass ich einen Fehler mache. Auch menschlich. Das zumindest wäre ein Vorteil, wenn meine Website in der Versenkung verschwindelt und mich niemals irgendwer hier findet.
Lektion 4: Einfach mal machen
Nachdem alle Befindlichkeiten hier nun schwarz auf weiß stehen, kann es so richtig losgehen. Und wenn du bis hierhin gelesen hast, dann herzlichen Glückwünsch. Du bist early to the party und ich freu mich sehr, dass du da bist. Ich für meinen Teil werde in die Tasten hauen und machen, was viele Menschen im Internet tun. Meinen Kram hier reinhämmern und schauen was passiert. Das Motto: Einfach mal machen und schauen was passiert.
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